Unter dem Titel “Vom Reichsapfel zum Apfelwein” bietet der Stadtführer Mikael Horstmann verschiedene kulinarische Stadtführungen durch Frankfurt an.
Wir empfehlen & zitieren von seiner Webseite:
Ja, Frankfurt liegt im Rheingau, weintechnisch gesehen. Aber die Paar Flaschen vom Lohrberg löschen den Durst der Frankfurter nicht. Der Apfelwein ist wie Karl ein wahrer Europäer. Und Frankfurt ist die European Cider Capital.
Ein zweieinhalbstündiger Spaziergang, der eine Apfelweinverkostung mit einschließt.
Preis: 20 Euro pro Person (12 Euro für die Führung, 8 Euro für Verkostungen)
Maximal 8 Teilnehmer.
Dauer: Spaziergang 2,5 Stunden, inklusive Verkostung
Sprache: Deutsch
Startpunkt: Wendelsplatz, Straßenecke Kranichsteiner Straße / Darmstädter Landstraße (am Carolus-Brunnen)
Stadtteile: Sachsenhausen, Altstadt
Der nächste Termin für die Apfelwein-Führung durch Frankfurt ist Samstag, der 15.6.2013, 15 uhr. Weitere Informationen und Buchung hier.
Der Verband der deutschen Fruchtwein- und Fruchtschaumwein-Industrie e.V. (VdFw) vermeldet, dass es im letzten Jahr einen deutlichen Zuwach im Apfelwein- und Fruchtweinkonsum gab: Im Vergleich zu 2011 sollen es 4,2 Prozent mehr gewesen sein, die getrunken worden sind; das ergäbe eine Steigerung von 72 Millionen Liter auf über 75 Millionen Liter. Das klingt imposant. Zwar lässt der Verband wissen, dass die Branche das Plus insbesondere der Absatzentwicklung bei klassischem Apfelwein und innovativen Getränken auf Apfel- und Fruchtwein-Basis verdanke. Apfelwein als begehrtes Getränk der Mehrheit? Das wäre zu schön. Die Zahlen, die jüngst in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gemeldet wurden, klingen da aber weit nüchterner: 2006 waren es demnach 36 Millionen Liter, 2011 lediglich 28,3 Millionen Liter, 2012 33 Millionen Liter. Der deutschlandweite Pro-Kopf-Verbrauch liegt der Meldung zufolge bei weit weniger als einem Liter/Jahr.
Mehr darüber hier.
Die Blüte der Quitte (Cydonia oblonga) ist beinahe noch schöner als die der Äpfel. Der Blütenkelch ist größer, er ist ähnlich rosa gefärbt, nur ganz leicht. Für die Apfelweinbereitung hat die Quitte eine gewisse Bedeutung, sie hat einen recht hohen Säuregehalt, diese Säure stabilisiert den Apfelwein und schützt ihn vor bakteriellem Befall. Damit steht sie mit Schlehe, Speierling und Eberesche in einer Reihe. Außerdem gibt sie dem Apfelwein das typische Quittenaroma mit. Der eine liebt´s, der andere nicht; die Quitte polarisiert. Mittlerweile gibt es eine Fülle von Apfelweinen, die mit Quittenzusatz hergestellt wurden, eigentlich müsste man sie alle der Reihe nach probieren.
In einem fast ganzseitigen Artikel hat FAZ-Autorin Jacqueline Vogt sich jüngst den Forderungen nach einem Apfelweinmuseum in der Frankfurter Altstadt gewidmet. Sie berichtet von den Bestrebungen der Initiatoren, dem Trägerverein Deutsches Apfelweinmuseum e.V., der das Museum in prominenter Lage in der neuen Frankfurter Altstadt errichten möchte, mit Kompetenzzentrum, Raum für internationale Symposien, Restaurant, in dem auf Apfelwein abgestimmte Speisen angeboten werden könnten, et cetera. Der Haken an den Plänen des Trägervereins ist, dass die DomRömer GmbH, verantwortlich für den Bau der neuen Frankfurter Altstadt, in ihren Bebauungsplänen keinen Platz für das Apfelweinmuseum vorsieht, das strittige Haus soll als Wohnhaus genutzt werden. Und dass die Frankfurter Stadtregierung die Museums-Pläne trotz klammer Kassen unterstützt und das Museum durchsetzt, gilt allgemein als unwahrscheinlich. Ein weiteres Problem ist die Finanzierung des gewünschten Hauses, das wohl mehr als 3 Mio. Euro kosten würde. Ohne private Investoren wäre das nicht zu stemmen. Weiterführendes hier.
In ihrem Artikel hat Autorin Vogt ein weiteres Thema an den Schluss des Textes gesetzt. Es geht um “Apfelwein im Römer”, die Jahrgangspräsentation, die seit fünf Jahren jeweils im Frühjahr die aktuellen Apfelweine hessicher und internationaler Keltereien feiert. Die Aussichten für eine Fortsetzung der Messe sind derzeit nicht besonders rosig. Zitat aus dem Artikel: “Womöglich aufhören wollen unterdessen Andreas Schneider und Michael Stöckl; nicht mit dem Apfelwein, aber mit der Apfelwein-Messe. Für die … Veranstaltung hatten die beiden eine eigene Gesellschaft bürgerlichen Rechts gegründet … Die Veranstalter zahlen für den Veranstaltungsort Miete, die Aussteller zahlen Standgebühren, das Publikum zahlt Eintritt … Subventioniert worden sei da nie, sagen Schneider und Stöckl. Indirekt hat die Stadt Frankfurt die Veranstaltung unterstützt. Die Miete für die Römerhallen sei bis 2012 mit 2600 Euro günstig gewesen, so Schneider, sei dieses Jahr erheblich höher geworden und werde 2014 “nicht mehr zu bezahlen” sein: 12 225 Euro solle sie dann betragen, was einer Erhöhung um 370 Prozent in drei Jahren entspräche …” Über die Gründe der Mieterhöhung kann nun kräftig spekuliert werden. Ein Weg aus der Misere ist sicherlich nicht einfach zu finden, die Erhöhung des Eintrittspreises oder der Standgebühren für Aussteller wird eher keine Lösung sein. Es wäre jedenfalls elend schade, wenn diese Apfelwein-Messe keine Fortsetzung fände.
Newin Stewart, privater Cider-Maker aus Groß-Britannien, hat uns diesen Youtube-Link mit der Bitte um Veröffentlichung geschickt. Dieser Bitte kommen wir gern nach. Er zeigt, wie leicht es ist, in der eigenen Küche und mit ganz gewöhnlichen Gebrauchsgegenständen eigenen Apfelwein herzustellen. Ein guter Einstieg für Neulinge!
Wir haben hier den erklärenden Text von Nevin Stewart in englisch (siehe unten) und die deutsche Übersetzung, die er selbst angefertigt hat. Wir haben Sie belassen wie sie ist, nur hier und da etwas geglättet:
Seit Jahrhunderten ist Apfelsaft mit einer Zellstoff-und-Presse-Methode gewonnen. Äpfel laufen durch einen Schredder und die daraus resultierende Trester wird auf eine Presse gelegt. Homemade oder Masse hergestellt, ist die notwendige Kit groß, schwer und teuer.
Im Herbst 2011 entwickelte sich die Scillonian Straße Apfelwein Genossenschaft, die zwar eine Fülle von Äpfeln hatte, aber an Geldmangel litt. Sie erdachte sich eine Methode, mit preiswerten (£ 15 – £25, € 20 – 30) gebrauchten Entsaftern für den Hausgebrauch, die wir, “Saft und Anstrengung” nennen. Die Methode ist kostengünstig, sauber, effizient und geeignet um in einer Haushaltsküche zu verwenden. Die Saftausbeute ist größer als die einer kleinen Presse und die Äpfel sind in einer kürzeren Zeit verarbeitet. Wir nennen unseren Apfelwein “Onslow’s Dry” in Anerkennung von dem restriktiven Bundes-Lord Onslow in den 1920er-Jahren, der den Verkauf von Alkohol im Dorf Onslow verbot. “Dry”, also trocken, weil alle Fruchtzucker zu Alkohol vergoren wird und der fertige Apfelwein sehr trocken ist.
Wir beginnen unsere Verkostungsreihe des Jahres 2013:
Am Donnerstag, 16.5.13, lautet der Titel “Hessens Apfelweine 2013“. Wir probieren eine Auswahl von Apfelweinen hessischer Apfelweinmacher und werden die große Vielfalt hessischer Apfelweinproduktion kennen lernen. Die Spanne zwischen deftig-süffigen Hausschoppen, sortenreinen Apfelweinen und eleganten Schaumweinen könnte breiter ja fast nicht sein als im hessischen Apfelwein. An diesem Abend reden wir über neue Entwicklungen und bewährte Klassiker. Dazu reichen wir Kleinigkeiten zum Essen. Preis pro Person: 22 EUR. Beginn 19.30, Dauer der Veranstaltung: 2 Stunden.
Am Donnerstag, 13.6.13, verkosten wir Apfelweine aus Europa. Wir werden Apfelweine (und ein paar Birnenweine) aus verschiedenen Europäischen Regionen kennen lernen: etwa aus Hessen, Baden-Württemberg, Niederösterreich (Mostviertel), Asturien, England und der Normandie. Wo liegen die Unterschiede im Geschmack, wo kann man Gemeinsamkeiten entdecken, wie unterscheiden sich die Produktionsmethoden, welche Kulturen haben sich in den unterschiedlichen Regionen entwickelt? Dies und mehr wollen wir gemeinsam erfahren. Dazu reichen wir Kleinigkeiten zum Essen. Preis pro Person: 25 EUR. Beginn 19.30, Dauer der Veranstaltung: 2 Stunden.
Verbindliche Anmeldung unter 069 – 90 75 61 00 (Bitte auch auf Anrufbeantworter sprechen, wir rufen zurück), per E-Mail (post@apfelweinkontor.de) oder an der Ladentheke (Apfelweinkontor, Frankfurt-Sachsenhausen, Wallstraße 13, im Hof).
Am kommenden Sonntag, den 14. April findet der 1. Salon des Mostes in Österreich statt. Neben knapp 30 Produzenten aus Österreich werden dort auch die Manufaktur Jörg Geiger, Andreas Schneider und das Apfelweinkontor ihre Apfelweine präsentieren. Die Veranstaltung wird im historischen Ambiente der Schallaburg einem Renaissanceschloss in Niederösterreich stattfinden.
Wer noch spontan die Reise antreten will, kann sich im Folgenden informieren.
Sonntag, 14. April, von 11 bis 18 Uhr
Eintritt zum „Ersten Salon des Mostes“: € 13,- pro Person
Familienticket: € 26,- (maximal zwei Erwachsene + max. 4 Kindern bis 18 Jahre).
http://www.schallaburg.at/de/veranstaltungen/13/salon-des-mostes
http://www.mostviertel.info/d/default.asp?id=139648&tt=MOST4_R17
Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr sind die beiden schon wieder sehr erfolgreich. Wir gratulieren.
Die Krifteler Brennerei Henrich hat in Wien auf der internationalen Edelbrandmeisterschaft “Destillata” den dritten Platz belegt. Der österreichische Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich überreichte den Brüdern Holger und Ralf Henrich den Titel “Edelbrenner des Jahres 2013 – Bronze”. Mit vier Edelbränden des Jahres, vier Mal Gold, zwölf Mal Silber und sechs Mal Bronze konnten die Henrich-Brüder vom Obsthof am Berg den Erfolg ihrer Brände im Vergleich zum Vorjahr steigern.
Der Erdbeerbrand überzeugte ebenso wie die beiden im Cognacfass gereiften Brände „Alter Apfel“ und „Alte Zwetsche“. Auch der hauseigene Whisky “Gilors” erhielt für die Variante im Portweinfass die Goldmedaille – und im Sherryfass Silber.
Die Apfelweine der Brüder sind nicht minder interessant! Apfelwein und Apfel-Quitten-Tischwein gibt es auch bei uns im Apfelweinkontor in der Wallstraße.
www.destillata.at
www.obsthof-am-berg.de
Wir gratulieren Hini Drews, dem diesjährigen Apfelweinkönig. Drews hat mit seinem Apfelwein die höchste Punktzahl erreicht und war der Jury-Favorit beim Verkostungswettbewerb des Bergen-Enkheimer Obst- und Gartenbauvereins. Jockel, setz ihn auf Deine Liste.
Der Frankfurter Rundschau vom Tage entnehmen wir den folgenden Artikel und geben ihn im Wortlaut wieder.
BERGEN ENKHEIM – Der Obst- und Gartenbauverein wählt am Freitag seinen neuen Apfelweinkönig. Das Prozedere: Am Donnerstagabend müssen die Teilnehmer fünf Liter ihres selbstgekelterten Schoppens im Äppelhäusi des Vereins abgeben. Am Freitag bewertet das Publikum die Proben. Wer am meisten Punkte sammelt, darf sich offiziell Apfelweinkönig 2013 nennen. Der Verein will mit dem Wettbewerb die Tradition des Selbstkelterns beleben und auf die Bedeutung von Streuobstwiesen hinweisen.
Der Apfelwein muss am Donnerstag zwischen 17 und 19 Uhr im Äppelhäusi, Riedstraße 19, abgegeben werden. Die Wahl ist ebenfalls dort, sie beginnt am Freitag um 18 Uhr.
Top 10 der letzten 30 Tage
- Kulinarische Frankfurt-Führungen zum Thema Apfelwein
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- Was ist eigentlich….? Teil 2: Apfelsaftkonzentrat
- Keltern Sie doch einfach selbst. Vorbereitung, Sortenwahl.
- Apfelwein ganz einfach selber machen - So wird die Küche zur Kelterei
- Unsere öffentlichen Verkostungen in Mai und Juni 2013
- Possmann eröffnet Frankfurter-Äpfelwein-Botschaft
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