Rezept: Apfelgelee mit Apfelwein und Calvados

Wer Apfelgelee mag, kann die nun begonnene Keltersaison nutzen, ein leckeres Gelee aus frisch gekeltertem Süßen selbst zu kochen. Bestens geeignet für den Eigenbedarf oder als nettes Mitbringsel z.B. in Einweckgläsern. Die klassische Methode, die Äpfel mit einzukochen und mühsam zu passieren oder die Verwendung eines Dampfentsafters entfallen.

Bei vielen Keltereien kann man für kleines Geld frisch gekelterten Apfelsaft (Süßen) erwerben. Dies hat den Vorteil, dass die verwendeten Mostäpfel mehr Säure haben und damit das Gelee insgesamt fruchtiger, intensiver schmeckt. Wir wären aber nicht der Apfelweinblog, wenn wir nicht eine Apfelgelee-Apfelweinvariante empfehlen würden. Das Rezept ist beim herumprobieren entstanden und erfreut sich mittlerweile in verschiedenen Varianten großer Beliebtheit.

Man ersetzt einen Teil des Apfelsaftes durch Apfelwein und/ oder Calavados. Zu empfehlen sind trockene / säureführende Apfelweine, etwa Speierling-Apfelweine. Das Verhältnis Apfelsaft und Apfelwein/ Calavados sollte hierbei ungefähr 2/3 zu 1/3 betragen. Damit das Gelee nicht zu süß wird, nehmen wir 2:1 Gelierzucker die das pflanzliche Geliermittel Pektin erhalten, welches wiederum aus Äpfeln und Zitronen gewonnen wird.

Das folgende Rezept ist für 1,8 Liter Flüssigkeit und 1 kg Gelierzucker 2:1 ausgelegt. Man kann die Menge gerne halbieren oder verdoppeln. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es einfacher ist, eine größere Menge Gelee in mehreren Etappen zu kochen. Hierbei ist es wichtig den Kochtopf dazwischen immer wieder gründlich zu säubern. Es besteht sonst die Gefahr, dass die Geleereste das neue Gelee schneller gelieren lassen und Geschmack und Haptik eher an Gummibärchen erinnert.

 

Zutaten:

1 kg Gelierzucker 2:1

1200 ml Apfelsaft (frisch gekelterte oder entsaftet)

400 ml Apfelwein / 200 ml Calvados

oder

600 ml Apfelwein

Die Mengenverhältnisse sind nicht festgeschrieben, man sollte ruhig ein bisschen herum experimentieren.

Zubereitung: Die Flüssigkeit in einem Kochtopf mit Gelierzucker gut verrühren. Alles unter Rühren bei starker Hitze zum Kochen bringen und unter ständigem Rühren mindestens 3 Minuten sprudelnd kochen. Den entstehenden Schaum kann man abschöpfen. Für eine Gelierprobe gibt man 1-2 Teelöffel des heißen Gelees auf einen gekühlten Teller. Wird die Gelierprobe dicklich bzw. fest, so bekommt auch der Rest des Gelees genügend Festigkeit in den Gläsern. Dann sofort randvoll in vorbereitete Gläser füllen. Mit Schraubdeckeln verschließen, umdrehen und etwa 5 Minuten auf dem Deckel stehen lassen.

Die Gläser sollten frisch gewaschen und sauber, am besten sterilisiert sein. Als Tipp: Die Gläser kurz ausspülen und bei 100 Grad für 15 Minuten in den Backofen stellen.

Wer einen Entsafter hat, kann den Saft natürlich auch selber herstellen und mit verschieden Zutaten experimentieren. So habe ich letztes Jahr auf dem Markt Mispeln entdeckt und einfach mit in den Entsafter gesteckt (auch wenn man Kernobst normalerweise nicht entsaftet). Entstanden ist ein traumhaftes Apfelgelee aus Boskoop und Mispeln mit Apfelwein und Calvados.

Das schmeckt nicht nur auf dem Frühstücksbrot sondern ist auch als leckerer Nachtisch zu empfehlen. Einfach ein paar Apfelstücke im Kochtopf kurz andünsten und etwas selbstgemachtes Apfelgelee unterrühren. Kurz aufkochen lassen und dann auf Vanilleeis servieren.

 

Guten Appetit!

 

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