Rezept: Schweinekarree in Äpfeln an Apfelwein

Apfelwein und Rippchen mal in einer anderen Variante. Sucht man nach Rezepten, bei denen man mit Apfelwein kochen kann, wird man auch in der französischen Küche fündig. Hier wird zwar mit Cidre gekocht, aber für den hessischen Gaumen sollte dieser dann durch einen Apfelwein ersetzt werden.

Folgendes Rezept ist besonders interessant, da hier quasi ein ungepökeltes Rippchen in den Topf kommt und im Apfelwein geschmort wird. Die säuerliche Apfel-/ Apfelweinnote ist wirklich etwas Besonderes. Das Geschmackserlebnis geht in die Richtung irgendwie bekannt und doch anders. Uns hat es sehr gut geschmeckt und wir werden dieses Rezept auf jeden Fall wieder zubereiten.

Das Rezept ist eigentlich für 6 Personen ausgelegt, aber für 4 hat es auch gereicht!

Vorbereitung: 30 Minuten; 2 Stunden Garzeit

Zutaten:

Schweinkarree mit 4 Rippen (oder halt 4 Koteletts am Stück!)

Butter 100gr.

Sonnenblumenöl

Trockener Apfelwein 500 ml.

Kleine Kartoffeln 500 gr. (wirklich klein wegen der Garzeit!)

Frühlingszwiebeln 6 (1 Bund)

Äpfel 3 (säuerlich z. B. Boskop)

Salz, Pfeffer

1. Das Schweinkarre mit Pfeffer und Salz einreiben. Die Hälfte der Butter mit einem Schuss Öl in einem Schmortopf erhitzen, das Karree von allen Seiten braun anbraten. Dann die in Streifen geschnitten Zwiebeln zugeben, kurz anbräunen und mit der Hälfte des Apfelweins ablöschen. Dann muss man dem Fleisch etwas Zeit lassen. Deckel drauf und 1 1/2 Stunden bei schwacher Hitze schmoren lassen. Wirklich nur bei schwacher Hitze, damit das Fleisch nicht zu trocken wird.

2. Dann die geputzten und ungeschälten Kartoffeln und die geschnittenen Frühlingszwiebeln zugeben und 20 Minuten weiter garen.

3. Die gewürfelten Äpfel mit dem restlichen Apfelwein und der verbliebenen Butter zufügen und für weitere 10 Minuten schmoren lassen.

Demeter-Cidre aus Rosbach

Ein weiterer Hinweis darauf, dass, wer schmackhafte Cidres handwerklicher Herstellung kosten will, nicht bis in die Normandie reisen muss: Der Demeter-Cidre der Familie de Groote-Ernst aus Rosbach vor der Höhe entspricht durchaus den Erwartungen, die man an ein solches Getränk stellen kann.

Typisch für einen Cidre das kräftig-goldene Gelb. Die Nase nimmt die deutlichen Aromen vollreifen Obstes war, Honignoten auch. Das Spiel von Frucht und Säure ist an sich ausgewogen, der Cidre ist vielleicht ein klein wenig saftig. Da ist viel Restsüße im Spiel. Das ist aber kein Mangel. In Frankfurtreich stünde “Cidre Doux” auf dem Etikett. Ein Stück eher milden Camemberts dazu: Damit macht man sicher nichts falsch. Mit 3,5 vol% verfügt dieser ungeschwefelte Cidre über recht wenig Alkohol. Unaufdringlich die Gärkohlensäure, die den Cidre frisch und spritzig hält. Schade, dass im Internet nichts über die Hersteller herauszufinden ist. Wir fanden den Cidre in der Domäne Mechtildshausen, wo 0,75 Liter 4,75 EUR kosten. Wer Kontakt direkt zum Erzeuger aufnehmen mag, kann das vermittelst der auf dem Etikett angegebenen E-Mailadresse tun: hernstmsr1@aol.com