Sensationsfund am Berger Südhang

Das Streuobstgebiet am Berger Hang in Frankfurt am Main kann nun als Wiege der Apfelweinbereitung betrachtet werden. Eine Forschergruppe der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung fand bei Ausgrabungen am südlichen Berger Hang karbonisierte Apfelkerne, die die Forscher auf das Jahr 7900 v. Chr. datieren können. Doch die Ausgrabung brachte noch faszinierendere Funde zutage: den prähistorischen Vorläufer einer Apfelmühle und eine Frühform der Kelter. Damit ist klar: Der Mensch der Jungsteinzeit baute nicht nur Äpfel an und nutzte sie zu seiner Ernährung, er verarbeitete sie auch weiter zu Saft – und dann höchstwahrscheinlich auch zu Apfelwein. Prof. Dr. Volker Mosbrugger, Generaldirektor der Senckenberg-Gesellschaft, nannte den Fund eine ungeheuerliche Entdeckung. “Die Bestätigung, dass der neolithische Frankfurter bereits Erfahrungen in der Apfelweinherstellung gesammelt hat, ist eine Sensation. Das stellt die gesamte Forschung in dem Bereich auf den Kopf”, sagte er am Rande der Ausgrabungsstätte.  Weitere Ergebnisse würden im Laufe der kommenden Wochen veröffentlicht, zunächst gelte es, die Funde einer eingehenden Labor-Analyse zu unterziehen. Eines ist jedenfalls jetzt schon durch den Fund belegt: Am Berger Hang in Frankfurt wurde das erste Stöffche der Menschheitsgeschichte gekeltert.

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