Kategorie-Archiv: Allgemein

Apfelweintasting mit Andreas Schneider vom Obsthof am Steinberg

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Wir freuen uns auf eine Veranstaltung der besonderen Art: Am 15. März kommt Andreas Schneider, Kelterer extraordinaire vom Obsthof am Steinberg, zu uns ins Apfelweinkontor (Wallstraße 13), um eine Auswahl seiner aktuellen Apfelweine zu präsentieren. Im Gegenzug stellen auch wir unsere neuen Produkte vor; es wird also eine interessante Auswahl von Sortenreinen, Cuvées und Streuobstapfelweinen geben, insgesamt werden wir nach einem Begrüßungsschoppen 6 Apfelweine probieren, dazu reichen wir Wasser und Brot. Warme Kleidung wird empfohlen. Mindestteilnehmerzahl: 25 Personen. Preis pro Person 12 EUR, Beginn: 17 Uhr, Dauer etwa 2 Stunden.

Hier geht´s zur Anmeldung.

Termin: Jungweinverkostung auf dem Obsthof am Steinberg am 4.1.14

Wir freuen uns auf die Verkostung der jungen Apfelweine von Andreas Schneider auf dem Obsthof am Steinberg. Am 4.1.2014 sind wir eingeladen, unseren neuen Apfelwein aus Boskoop und Bohnapfel im Rahmen der Verkostung von Andreas´ neuem Jahrgang vorzustellen – wir freuen uns auf die Veranstaltung. Es sind noch Plätze frei, hier gehts zur Anmeldung.

Von der Anlieferung der Äpfel.

Es sind zumeist die Alten, die sich der Tradition verpflichtet fühlen. Oder sie machen es einfach, weil sie es einfach schon immer gemacht haben, es gewohnt sind, und weil sie es gut finden, die Äpfel der eigenen Bäume zur nächstgelegenen Kelterei zu bringen. Der Herr auf dem Photo bringt seine Äpfel in die Kelterei Rothenbücher, wo sie zu Saft und Wein aus sehr regionalem Kelterobst verwendet werden. Wer weiß, ob er weiß, welch wichtigen Beitrag er leistet.

Apfelanlieferung, Kelterei Rothenbücher

In der Regel bekommen die Lieferanten etwas Geld – gar nicht selten viel zu wenig; welche Mühe es macht, Äpfel vom Boden zu lesen, weiß nur, wer es schon mal gemacht hat. Wer da nicht entsprechend entlohnt wird, der lässt es lieber bleiben. Wo man sich darauf verständigt, Äpfel nicht mit Geld aufzuwiegen, gibt es von der Kelterei im Tausch Apfelsaft oder Apfelwein, je nach Menge von Äpfeln, die man angeliefert hat.

Apfelanlieferung, Kelterei Rothenbücher 1

Apfel und Hand 2

Der alte Herr liefert  seine Äpfel mit einem Traktor an, Jahrgang 1960, den er im gemütlichen, sehr gemütlichen Tempo über die Landstraße von seiner Wiese im Spessart bis zur Kelterei gelenkt hat.

Apfel und Hand 1

Apfelanlieferung, Kelterei Rothenbücher

Wo wären wir ohne die alten Streuobstwiesenbesitzer, Kleingärtner und Hausgärtner, die ihre Bäume in Schuss halten und im Herbst die Äpfel ernten oder vom Boden auflesen, damit sie nicht auf dem Boden verrotten? Ohne die Wenigen, die sich der Strapaze der Apfellese unterziehen, stünden wir alle noch dümmer da. Dennoch wär´s schön, wenn es mehr wären. Und auch die Jungen. Es müsste auch mal nachgepflanzt werden …

Rampe am Apfelsilo, Kelterei Rothenbücher

Fassgelagerter Boskoop. Herausforderung!

Aber die Farbe ist doch schon sagenhaft! Und die Schlieren im Glas lassen auf einen hohen Glyzerin-Gehalt schließen.

Aber die Farbe ist doch schon sagenhaft! Und die Schlieren im Glas lassen auf einen hohen Glyzerin-Gehalt schließen.

2012 im späten November haben wir einen Boskoopbaum geerntet. Die Äpfel wurden nicht gleich gepresst, sondern erst nach etwa 3 Wochen im kühlen Lager. Durch die Lagerung der Äpfel haben wir uns eine Konzentration des ohnehin schon recht hohen Zuckergehaltes erhofft, um auf diese Weise einen höheren Alkohlgehalt, eine andere Aromatik und mehr Fülle zu erreichen. Haben wir auch. Aber auch: eine Konzentration der Apfelsäure, die beim Boskoop  ohnehin schon recht hoch ist. Also hatten wir nach Ende der Gärung einen Apfelwein mit 11 g/l Säure: eine Herausforderung, auch für stahlharte Apfelweinenthusiasten. Ab 7 g/l steigt der Apfelweinfreund in der Regel aus – allerspätestens.

Dem ursprünglichen Plan folgend, haben wir den Apfelwein dann in ein bereits mehrfach belegtes Barrique gelegt, um den Alkoholgehalt zusätzlich zu erhöhen, und um dem Apfelwein leichte Holznoten mitzugeben. Das Ergebnis ist ein wunderbarer Apfelwein – die Barriquelagerung über wenige Monate brachte die gewünschten Aromen, der Apfelwein hat einen vollen, komplexen Charakter, bleibt nur eine Sache: die nach wie vor hohe Säure. Die hat sich durch die Fasslagerung um etwa 1 g/l abgebaut – immer noch zu hoch. Die nächsten Wochen werden bringen, wie wir das Ding lösen werden. Wir sind auf der Suche nach einem geeigneten Verschnittpartner. Abenteuer Apfelweinbereitung!

Frühherbst auf dem Baumacker.

2. Auflage von Karl Stücklers Buch “Most und Apfelwein”

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Anlässlich des Erscheinens der 2. Auflage hat uns der Stocker-Verlag 4 Exemplare des Buches “Most und Apfelwein” von Karl Stückler geschickt, die wir gern an unsere Leser verlosen. Das Buch ist uns seit Jahren ein oft genutztes Hilfsmittel zur Beantwortung aller möglichen Fragen rund um die Apfelweinproduktion. Hier zu unserem Eindruck von der Erstauflage aus dem Jahr 2010. Kelterer, die Rat in einem wirklich fundierten Buch von einem kompetenten Autor suchen, sind mit diesem “Most und Apfelwein” sicherlich bestens aufgehoben.

Um es den Schnäppchenjägern, die im Internet blindwütig Verlosungen abgrasen, wenigstens ein bisschen schwerer zu machen, und um vielleicht Apfelweinenthusiasten zu erreichen, bitten wir um Beantwortung folgender, einfacher Frage: Wie nennt man die größte Wuchsform von Obstbäumen, die man zumeist auf Streuobstwiesen findet? Antwort mit Name und kompletter Anschrift an kontakt@apfelwein-blog.de 

Unter allen richtigen Einlosungen entscheidet das Los, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Teilnahme an der Verlosung bedeutet keinen Anspruch auf Gewinn. Die Gewinner, die wir auslosen, bekommen das Buch auf dem Postwege zugesandt. Einsendeschluss ist Freitag 04.10.2013, 12 Uhr Mittags.

Obsthof am Steinberg – 2012er-Goldparmäne mit Weinbirne

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“Ein sortenreiner Apfel-Birnen-Cidre aus historischen Sorten” – das klingt schon mal! Der Duft ist der reifster Äpfel, spät im Jahr geerntet. Bei der Goldparmäne heißt das nicht vor Mitte, vielleicht Ende Oktober. Dann ist es womöglich schmuddeliggrauregnerisch und keine ungetrübte Freude, im Schietwetter Äpfel aufzulesen oder von Hand von den Ästen zu pflücken. Dennoch erinnert irgend etwas am Duft dieses Apfelweines auch an den Geruch kühler, feuchter Steine im Schatten an einem heißen, trockenen Tag im Sommer – diese Goldparmäne zeigt sich als ebenso hell und klar. Feine, kleine Bläschen (zugefügte Kohlensäure) steigen auf – im Mund stellen sie sich als überaus angenehmes, die Eleganz dieses Apfelweines prägendes Mousseux dar. Wie so oft bei Apfelweinen aus dieser Produktion geht auch bei dieser Goldparmäne eine frische, junge Süße mit tief aromatischen Eindrücken einher, begleitet von einer anspringenden, frischen Säure – im Letzten hinterlässt hier wohl die Weinbirne ihre Spuren. Genauso wie in den Gerbstoffen, die in fein austarierter Form auftreten: Sie präsentieren sich als weiteres Element und als Gegenpart zur Fruchtsüße in der Form einer sehr erfrischenden, sehr leichten Bitternis.

Ein interessanter, vielschichtiger Apfelwein, der Eleganz und Kraft in sich vereint. Er hat 7 vol%, ist also fast trocken durchgegoren. Dennoch weist er eine überraschende Fruchtsüße auf, die so bei einem Apfelwein mit diesem Alkoholgehalt nicht unbedingt zu erwarten ist.

Hersteller: Obsthof am Steinberg, Andreas Schneider, 0,75 l

Hoffeste am ersten Septemberwochenende 2013

Obsthof am Berg, Kriftel, www.obsthof-am-berg.de.

Samstag 7. September, ab 17.00 – 1.00 Uhr: LIVE-MUSIK ab 20 Uhr mit “The Incredible DEXTER BAND”

Sonntag 8. September, ab 11 Uhr – 16 Uhr: Frühschoppen, Kinderland mit Hüpfburg

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Obsthof am Steinberg, Frankfurt-Nieder-Erlenbach, http://obsthof-am-steinberg.de/

Sa, 7.9.: Kelterfest ab 11 Uhr Live-Saften Mit Marthas Mobiler Mosterei, Kunst, Handwerk und Schaukeltern für Kinder, ab 15 Uhr, mit Musik. Der Eintritt ist frei.

 

“Vom Apfel zum Wein” – Keltermeister Jörg Stier veröffentlicht Kelter-Leitfaden

Im Jahr 2000 hat Jörg Stier, Kelterer in der Maintaler Kelterei Stier, seinen Leitfaden “Vom Baum in den Bembel” herausgebracht. Viele, die sich damals für die Apfelweinbereitung interessierten und auf der privaten Ebene ihren eigenen Apfelwein im Keller bereiten wollten, kauften sich das Buch, so zählte es zur Ausstattung vieler Privatkelterer, die sich Ratschläge und Anleitung vom Profi erhofften.

Nachdem das Buch ein paar Jahre vom Markt verschwunden war, ist es 2013 wieder auf den Markt gekommen, als aktualisierte und erweiterte Neuauflage gewissermaßen. Nur heißt das Buch jetzt “Vom Apfel zum Wein”. Stier, der seinem Handwerk seit gut 30 Jahren nachgeht, und der ein glühender Verfechter eines strikt handwerklich gekelterten Apfelweines aus klassischem Streuobst – am besten aus ganz lokal geernteten Äpfeln – ist, erklärt dem Leser zuerst den Ursprungsort eines jeden Apfelweines – die Streuobstwiese. Warum wurden diese Wiesen angelegt, was wurde gepflanzt, welche Bedeutung haben sie heute, haben sie überhaupt noch eine?

Eine Passion Stiers sind die sauren Früchte Speierling, Schlehe, Quitte (deren lateinischer Name Cydonia oblonga ist, nicht, wie im Buch geschrieben Cydonis oblonga) und andere – sie und deren Bedeutung für die

Apfelweinbereitung werden so erklärt, dass auch der Laie sich daran machen kann, sie für die Apfelweinbereitung zu verwenden. Das Buch erklärt die Gärung und die Bedeutung der einzelnen Schritte auf dem Weg zum eigenen Apfelwein und erläutert die Wichtigkeit von Analyse und Kellerbuch.

Kurzum: “Vom Apfel zum Wein” ist ein informativer, unterhaltsam geschriebener Leitfaden, von einem geschrieben, der seinen reichen Erfahrungsschatz gern mit dem ambitionierten Laien teilt. Wer sich für die just beginnende Keltersaison fit machen will, wird dieses Büchlein gut gebrauchen können. Empfehlung!

Jörg Stier, Vom Apfel zum Wein, Cocon-Verlag
120 Seiten, Hardcover, ISBN 978-3-86314-222-3, 9,90 €