Kategorie-Archiv: Einkaufstipp

Ralf & Holger Henrich vom Obsthof am Berg reüssieren auf der Destillata

Die Brüder Ralf und Holger Henrich, die gemeinsam den Krifteler Obsthof am Berg betreiben, waren auf der heurigen Destillata ausgesprochen erfolgreich. Auf der österreichischen Prämierung für internationale Spitzendestillate, an der in diesem Jahr 187 Betriebe aus 10 Nationen ( Argentinien, Deutschland, Italien, Namibia, Niederlande, Schweden, Schweiz, Slowakei, Ungarn und Österreich ) teilgenommen haben, wurden die Brüder als Newcomer des Jahres ausgezeichnet. Das Sortiment der mit großer Sorgfalt hersgestellten Obstbränden sowie die innovative Whisky-Schiene des sympathischen Betriebes scheint die Destillata-Juroren überzeugt zu haben. Der Publikums-Pomme d´Or 2012, den die Henrichs dann am letztvergangenen Sonntag von der Apfelcompagnie für ihren Apfel-Quitten-Tischwein des letzten Jahres überreicht bekommen haben, dürfte die Freude perfekt gemacht haben. Gratulation!

Mal ganz was anderes: ein Kinderbuch

In eigener Sache: Die Frankfurter Illustratorin Sabine Kranz, die für die wunderbaren Etiketten unserer Apfelweinkontor-Apfelweinflaschen-Etiketten verantwortlich zeichnet, hat ein Frankfurtwimmelbuch gemacht: “Es wimmelt in Frankfurt am Main” – Kaufempfehlung!

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WEIN AUS ÄPFELN 2 – Wir haben einen Perlwein gemacht.

Wir haben unseren neuen Apfelwein fertig und in den Läden! Dieser unser Zweiter ist ein teilvergorener Apfelperlwein/Apfelsecco/einem Cidre brut bouchée ähnlich geworden: 4vol% Alkohol, herrliche Aromen würziger, vollreifer Äpfel aus dem Erntejahr 2011, mit Kohlensäure veredelt. Aperitif, Begleitung zu leichten Speisen & Desert: Der restsüße WEIN AUS ÄPFELN ist vielseitig einsetzbar und gerade zu Silvester eine wunderbare Alternative zu alkoholreicherem Traubenperlwein & Sekt. Probieren Sie doch mal ein Gläschen! Die volle Frucht und die anregende Säure ergeben mit der Perlage etwas ganz besonderes. Wir finden, dass das uns und allen Beteiligten, allen voran Keltermeister Walter Rothenbücher von der gleichnamigen Kelterei, richtig gut gelungen ist. Nach dem großen Erfolg, den wir mit unserem Erstling aus dem letzten Jahr, dem trockenen WEIN AUS ÄPFELN hatten und haben, sind wir besonders glücklich, nun als dessen Nachfolger einen restsüßen WEIN AUS ÄPFELN im Sortiment zu haben. Bestellmöglichkeit, Verkaufsstellen und Informationen unter www.apfelweinkontor.de, post@apfelweinkontor und kontakt@apfelwein-blog.de. Guten Rutsch.

Der “Epfeltranc” der Kelterei Jörg Stier

“Als einer der begehrten Inhaltsstoffe des hessischen Apfelweins galt in früheren Zeiten stets die Essigsäure”, so steht es auf dem Rückenetikett des Epfeltranc, der neuesten Idee aus Jörg Stiers Kelterei, die er “alkoholisches Getränk aus Äpfeln” nennt. Das Wörtchen “Apfelwein” als Produktbezeichnung für den Epfeltranc sucht man auf den Etiketten vergeblich. Denn für die Herstellung hessischen Apfelweins gibt es einen Grenzwert für die flüchtige Säure. Der liegt bei 1 g/l. Der Wert der flüchtigen Säure im Epfeltranc liegt zwischen 1,5 und 2 g/l. Jörg Stier baut diesen Apfelwein ganz bewusst mit einem derart hohen Essigsäurewert aus. Die Essigsäure als Geschmackskomponente im hessischen Apfelwein solle erhalten bleiben, so der Kelterer. Die flüchtige Säure – Essigsäure – ist ein Klassiker in der Apfelweinbereitung. Oft wird sie unfreiwillig Teil des Geschmacksbildes und gelangt durch handwerkliche Fehler in den Apfelwein, Jörg Stier rückt sie hier aber ganz bewusst ins Zentrum seiner Idee. Der Epfeltranc ist definiv etwas für Freunde einer kräftigen Apfelessignote. Derer gibt es viele. Und wer diese nicht liebt, der hasst sie in der Regel und nennt sie “Weinfehler”. Wenig polarisiert in Apfelweinkreisen so sehr wie die flüchtige Säure. Wir empfehlen: in die Kelterei Stier fahren, Epfeltranc kaufen, leicht gekühlt (11 grad celsius) probieren und Spaß haben. Wer den Epfeltranc übrigens so ins Glas schenkt, dass er richtig ins Glas spratzt und ordentlich Sauerstoff bekommt, sozusagen  auf die asturische Art (Flasche über Kopf, Glas auf Hüfthöhe), der erhöht den Genuss dieses Getränks zusätzlich.

In eigener Sache: “Frankfurts Apfelweinführer” in der Zeitung

Ein schöner Artikel in der Frankfurter Neuen Presse über Kalverams/Rühls gerade erschienenes Büchlein: hier klicken!

Frankfurts Apfelweinführer – ab sofort im Buchhandel

Wir haben das große Vergnügen, auf ein kleines Büchlein hinzuweisen, das ab sofort im Handel zu haben ist: Frankfurts Apfelweinführer mit 36 ausgewählten Adressen für den nächsten Ausflug zum Apfelwein. Nach “Hessens Apfelweine. Das Stöffche und seine Macher.” haben wir, Rühl (Photos) und Kalveram (Texte), wieder ein Buch über unser Lieblingsthema gemacht. Diesmal im Hosentaschenformat und auf den Frankfurter Raum begrenzt. Hosentaschenformat hat auch der Preis: 9,95 EUR. Auszug aus dem Vorwort: “Beim Apfelwein zeigt sich Frankfurt von seiner gemütlichen Seite. Die Frankfurter erholen sich beim Schoppen von den Mühen des Alltags und babbeln bei Handkäs’, Haddekuche, Grüner Soße und Rippchen mit Kraut über Gott und die Welt und jede Menge dumm´ Zeuch auf hohem Niveau. An langen Tischen sitzt – im Klischee wie im wirklichen Leben – „in quetschender Enge“, wie Adolf Stoltze es gesagt hat, jung und alt, reich und arm, Freund und Fremder beisammen. Selbst Offenbacher und Frankfurter sollen sich schon in trauter Runde um einen Bembel herum versammelt haben.” Vielleicht bald auch Sie? Mit diesem Buch bieten wir Ihnen jedenfalls genug Anregungen. Hier bestellen: http://www.henrich-editionen.de/index.php/component/content/article/111 oder im Buchhandel kaufen. Viel Vergnügen. (siehe Kommentar)

 

Apfelsecco des Obsthofs Dienst in Ockstadt

Die Familie Dienst aus Friedberg-Ockstadt betreibt einen Obsthof wie viele andere in dem Städtchen auch. Das wichtigste Obst neben Tafeläpfeln, die für den Frischverzehr angebaut werden, sind Birnen, Zwetschgen und Kirschen. Das Obst wird hauptsächlich auf den umliegenden Märkten verkauft. Nebenbei bieten die Diensts Brände an und Perlweine, einen mit Quitte, einen anderen aus Äpfeln. Die Ambition solcher Obtsbetriebe kann man oft an  Sortenauswahl und Lagerung des Obstes erkennen: Es gibt immer wieder auch Ausgefallenes wie Glockenäpfel und Goldparmänen etc und die Äpfel schmecken nicht selten im Sommer noch wie frisch geerntet. Bei den Apfelweinen, die an derlei Marktständen dann oft nebenher angeboten werden, ist von Ambition allerdings in aller Regel nichts mehr zu spüren: Essigstichige Apfelweine und laktische Töne sind hier eher die Regel, denn die Ausnahme. Nicht so beim Apfelsecco der Familie Dienst: Mit 10,5 %vol ist er zwar etwas zu alkoholisch (Aufzuckerung macht´s möglich). Er bietet aber doch schöne Apfelaromen, eine pralle Fruchtfülle, hat eine Apfelsäure, die durchaus anregend ist und eine kräftige Perlung, die dem etwas zu süßen Perlwein Frische und Spritzigkeit gibt. Das Hinunterschlucken ergibt einen leicht herben Akzent – schön. Gut gekühlt, im Sommer, als Aperitif passt das. 4 Euro sind dafür nicht zu viel. Wir haben ihn am Marktstand auf der Konstablerwache, in der Mitte des Marktes, entdeckt.

In eigener Sache: Unser Stand auf dem Museumsuferfest 2010

So sicher wie Weihnachten: Wir sind schon wieder mal auf dem Museumsuferfest. Freitag, 27.8. bis Sonntag, 30.8. Wir bieten T-Shirts, Buttons und Aufkleber aus unserem Sortiment feil, Frankfurt- und Apfelwein-Merchandise. Siehe hier. Shirts in neuen Farben. Außerdem verkaufen wir  Bücher des B3-Verlages. Unser Stand befindet sich comme toujours auf der Sachsenhäuser Seite, Kurz vor der Ecke zur Schweizer Strasse (ungefähr vor dem Museum der Weltkulturen). Ein kleines weißes Zelt, Richtung Museumspark.

 

Dr. Höhls Hochstädter Rosé

Neuigkeit im Getränkemarkt: Der alte Hochstädter Rosé der Kelterei Höhl (also Rapp´s). Wer weiß, vielleicht hat Chefin Dr. Johanna Höhl ihre Idee des Pomp Rosé – einer gastronomie-exklusiven Cuvée von Riesling (80%), sortenreinem Wein aus der Champagner-Reinette und einer kleinen Menge Johannisbeerensaftes – auch als Variante für den Alltag des kleinen Mannes und seiner Frau herausbringen wollen.

Herausgekommen ist jedenfalls ein trinkbares, erfrischendes Getränk. Hauptsächlich Apfelwein, etwas Apfelsaft und eine minimale Dosis Saft der schwarzen Johannisbeere ergeben einen Apfelweinmix, der seine Herkunft nicht verleugnet. Charakteristische, aber zurückhaltende Apfelweinsäure, Frucht und Süße des Saftes und das Typische der schwarzen Johannisbeere, aber wohl dosiert. Einverstanden. Nicht so gut: Schon nach dem Öffnen macht dieser Rosé einen etwas schalen Eindruck. Daran müsste noch gearbeitet werden.

 

 

Buchempfehlung: ‘Most und Apfelwein’ von Karl Stückler

Ein Privatkelterer, der zum ersten Mal Apfelwein selbst herstellt, begnügt sich vielleicht damit, den gepressten Saft in einen Gärbehälter zu füllen und ihn im Keller über die Wintermonate  vergären zu lassen. Das Ergebnis mag dann so oder so ausfallen, im nicht unwahrscheinlichen Fall weist es den einen oder anderen Fehler auf. Oft wird nicht sauber genug gearbeitet, Keller heutiger Wohnhäuser sind zu warm, auf Reinzuchthefen, Schwefelung und Analyse wird im Hobbybereich in aller Regel verzichtet. Wenn trotzdem alles gut geht: Glück gehabt. Wer weiß, ob das nochmal gelingt.

Wer dann nach ersten Erfahrungen avancieren möchte, seine Arbeit als Kelterer auf ein stabiles Fundament stellen will, der sollte sich Kenntnisse erwerben. Als ein erster Schritt sei dafür das Buch ‘Most und Apfelwein – Gärmost und Süßmost selbstgemacht’ von Karl Stückler  empfohlen. Stückler, Buchautor und Lehrer für Obstbau, Obstverarbeitung und Bienenwirtschaft an der Landwirtschaftlichen Fachschule in Warth/Österreich, beschreibt in seinem Buch, was man bedenken, beachten, vermeiden und tun sollte, um am Ende einen Apfelwein zu haben, der nicht nur dem Kelterer schmeckt, sondern auch möglichst vielen anderen.

Der Autor wendet sich dabei an Hobbykelterer wie an gewerbliche Hersteller (auch unter denen gibt es genug, die offensichtlich nicht wissen, was sie tun.). Stückler setzt in seinem Buch allerdings gerade bei Privatkelterern einiges an Bereitschaft voraus, auf möglichst hohem Niveau zu arbeiten. Wenn auch etwa verschiedene Schönungs- und Harmonisierungsmaßnahmen, die Filtration und die sterile Flaschenfüllung nicht unbedingt zu den Arbeitsschritten der Hobbykelterer zählen: Die Lektüre lohnt, um den eigenen Horizont zu erweitern. Wem das allerdings alles zu hoch ist, der profitiert immer noch etwa von den Kapiteln über die Gärung, über die Schwefelung und von den Passagen über die Notwendigkeit einer analytischen Begleitung der Gärung und erfährt darin viel Wissenswertes.

Empfehlenswert für alle,