Kategorie-Archiv: Kurz gemeldet

Pomme d´Or 2014 – Die besten Apfelweine. Alle Gewinner auf einen Blick.

Der Verein Apfelcompagnie hat seinen alljährlichen Verkostungswettbewerb durchgeführt – hier sind die Preisträger. Beachtlich die Strahlkraft die dieser Frankfurter Verkostungswettbewerb mittlerweile auch in andere Länder Europas – etwa Irland, Schweden, Dänemark, Österreich – hat.

Gratulation an alle Gewinner!

Gewinner des POMME D’OR 2014 (in alphabetischer Reihenfolge)
Kategorie Manufaktur-Apfelwein –Schoppen:
E sauber Stöffche „Bioland“, Matsch & Brei, Wiesbaden
Hausschoppen naturtrüb, Dornröschen, Peter Merkel, Höchst/Odw.
Traditioneller Apfelwein, Immenhof, Bad Soden
Kategorie Manufaktur-Apfelwein, Cider aus Regionen in Deutschland:
2013 Ananasrenette, Obsthof am Steinberg, Andreas Schneider, FFM
Bohnapfel & Boskoop mit echtem Speierling, Apfelweinkontor, FFM
Prinz Albrecht von Preussen 2012, Gutshof Kraatz, Nordwestuckermark
Kategorie Manufaktur-Apfelwein, Cider aus Regionen in Europa:
Apfelmost Cuvée, Hechal’s Spezialitäten, Fam. Frühwald, Reinsberg, Österreich
Baronmost –Grüne Pichelbirne-, Moderbacher, Obergrafendorf, Österreich
Baroncider, Familie Wieser, Randegg, Österreich
Birnen-Holunder-Cider, Karl Wagner, Strengberg, Österreich
Dorsch Birnen-Most aus Streuobstlagen, Karl Wagner, Strengberg, Österreich
Ilzer Rosenapfel, Haas, Gnas-Österreich
Pinova, Obstbau Boden, Mettersdorf –Österreich-
Real Cider, Double L „Katy reserve“, David Llewellyn, Lusk, Irland
Rubinette, Nestelberger, Riegersburg-Österreich-
Sidra natural, Cosecha Propia, Trabanco, Asturien
Kategorie Schaumwein aus Äpfeln und anderen Früchten aus Regionen in Deutschland:
Apfel-Quitten-Secco, Pomolo, Karben
BEMEL-WITH-CARE Apfelschaumwein, bemble-with-care, Heppenheim
Birnenschaumwein, … Bratbirne, Manufaktur Jörg Geiger, Schlat, Baden-Württemberg
Birnen-Secco “Gute Luise”, Pomolo, Karben
Herberth GOLD, Kelterei Herberth, Kronberg/ Taunus
„Hohenloher Pomarbo 2011“, Hohenloher Schaumweine, Langenbg.-Unterregenbach, BW
SYN-Secco-Quitte 2013, Quittenperlwein, Hohenloher Schaumweine, Langenburg-Unterr.
Wein aus Äpfeln, Perlwein, restsüß, 2013, Apfelweinkontor, Frankfurt
Kategorie Schaumwein aus Äpfeln und anderen Früchten aus Regionen Europas:
Apfelschaumwein „Graber“, Mäni Graber, Fruthwilen, Schweiz
Lagar de Camin, brut, Sidra Trabanco, Asturien
Poma Aurea, brut nature, Sidra Trabanco, Asturien
Prau Monga, Sidra Angelon, Asturien
Sidra de Pera, Viuda de Angelón, Asturien
Kategorie Dessertweine Deutschland und Europa:
Malus X –Feminam 2012, Cold Hand Winery, Randers, Dänemark
Malus X –Masculine 2011, Cold Hand Winery, Randers, Dänemark
PriSecco, Cuvée Nr. 7 (alk.frei), Manufaktur Jörg Geiger, Schlat, BW

2. Auflage von Karl Stücklers Buch “Most und Apfelwein”

Stueckler_Most

Anlässlich des Erscheinens der 2. Auflage hat uns der Stocker-Verlag 4 Exemplare des Buches “Most und Apfelwein” von Karl Stückler geschickt, die wir gern an unsere Leser verlosen. Das Buch ist uns seit Jahren ein oft genutztes Hilfsmittel zur Beantwortung aller möglichen Fragen rund um die Apfelweinproduktion. Hier zu unserem Eindruck von der Erstauflage aus dem Jahr 2010. Kelterer, die Rat in einem wirklich fundierten Buch von einem kompetenten Autor suchen, sind mit diesem “Most und Apfelwein” sicherlich bestens aufgehoben.

Um es den Schnäppchenjägern, die im Internet blindwütig Verlosungen abgrasen, wenigstens ein bisschen schwerer zu machen, und um vielleicht Apfelweinenthusiasten zu erreichen, bitten wir um Beantwortung folgender, einfacher Frage: Wie nennt man die größte Wuchsform von Obstbäumen, die man zumeist auf Streuobstwiesen findet? Antwort mit Name und kompletter Anschrift an kontakt@apfelwein-blog.de 

Unter allen richtigen Einlosungen entscheidet das Los, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Teilnahme an der Verlosung bedeutet keinen Anspruch auf Gewinn. Die Gewinner, die wir auslosen, bekommen das Buch auf dem Postwege zugesandt. Einsendeschluss ist Freitag 04.10.2013, 12 Uhr Mittags.

Speierlingslese.

P1060257 P1060258 P1060259Wer Speierlinge für die Apfelweinproduktion verwenden möchte, kann jetzt noch aus dem Vollen schöpfen: Die Bäume hängen voll, viele Speierlinge liegen schon am Boden. Hätten wir übrigens nicht gedacht: Am Berger Südhang, der größten Zusammenhängenden Streuobstwiese in Deutschland mit einem riesigen Artenreichtum, stehen rund 60 Speierlingsbäume. Wer also Interesse daran hat, findet auch für sich einen Baum, den er beernten kann – wohlgemerkt nachdem er/sie die Erlaubnis des Besitzers eingeholt hat. Speierlinge vom Boden auflesen, autsch. Manche sind schon etwas reifer und haben ein wunderbares, marzipanartiges, tiefsüßes Aroma und andere haben noch die volle Kraft vorreifer Speierlinge: die Gerbstoffe, die in der Apfelweinbereitung so eine tolle Rolle übernehmen können. Das Photo unten links zeigt übrigens keine Speierlinge, sondern Wildbirnen. Deren Funktion für die Apfelweinbereitung ist der der Speierlinge ganz ähnlich. In Frankfurt stehen unseres Wissens nur 2 alte Bäume mit solchen Früchten.

Toby´s Cider – Nordirischer Apfelwein

DSC_0389Toby´s Cider – Bottle conditioned – Armagh County – Northern Ireland

Vorletzte Flasche aus dem Fundus, gekapert 2011 auf dem International Cider Festival in Wales. Geschmacklich gar nicht so weit weg vom Klassisch-Hessischen: trocken, leichte Frucht, herb mit etwas Tannin und Apfelsäure. Immer noch ein toller Apfelwein mit Schmackes und Haltung.

“Warum so sauer?” fragt die Frankfurter Rundschau

Die Frankfurter Rundschau vom Tage berichtet vom Auftritt des Stadtsoziologen Dr. habil. Peter Noller von der TU Darmstadt, der in der Stadtbücherei in der Hasengasse einen Vortrag über den „Geschmack von Frankfurt“ gehalten hat. Der Mensch kennt nicht unser Frankfurt, so viel ist mal klar. Nollers Äußerungen, die FR-Autor Stefan Behr in seinem Artikel wiedergibt, sind ziemlich olle Kamellen. Folgendes etwa:

„Nicht alle mögen diesen Geschmack“, sagt Noller und zitiert einen ehemaligen Frankfurter Amtsgerichtspräsidenten, den das Stöffche an „das säuerliche Sekret des Magens“ erinnerte.

Recht hat er. Es gibt Kaschemmen, die solches Gesöff ausschenken. Aber warum betreten der Amtsgerichtspräsident und Dr. Noller solche Etablissements und suchen nicht eines der vielen Apfelweinlokale auf, in denen eine Auswahl köstlicher Apfelweine ausgeschenkt wird?

Weiter:

Noller fachsimpelt über die „Wiener Gemütlichkeit“, die „nostalgisch-süß“ schmecke und der „Entschleunigung eines ganzen Lebensstils“ diene. Nicht so in Frankfurt, wo Gemütlichkeit „salzig-sauer“ einherkantappere und lediglich dazu diene, auf „Inseln der Gemütlichkeit“ wieder genug Kraft für das hektische, profitorientierte Leben einer Stadt zu schaffen, die um ihr Leben gerne Metropole wäre. Eine gemütliche Metropole, versteht sich, in der das Stöffche als „Kompensation der Zumutungen“ dient. Und das sieht dem Frankfurter mal wieder ähnlich: Eine Zumutung durch eine andere erträglicher machen zu wollen.

Larmoyanz, Ignoranz, Vorurteilspflege. Druff uff die genussunfähige Stadt, in der angeblich nur geschafft wird, und drauf auf den Apfelwein, die saure Gurkenbrühe, die in diesem Artikel nur zum Touristenverjagen taugt. Das ist langweilig.

letzte Kostprobe:

„Apfelwein ist in Frankfurt kein Volksgetränk mehr.“ Er existiere eigentlich nur noch als „Freizeitangebot an historischen Orten“, um eine potemkinsche Gemütlichkeit vorzuspiegeln, die es so gar nicht gibt, sondern die von Tourismusexperten erschaffen wird, um der Stadt ein Branding zu verleihen. „Weizenbier und Modegetränke“ hätten gerade bei der Jugend den Ebbelwei weitgehend abgelöst. Dass er dennoch allgegenwärtig im Stadtbild auftauche, dürfe über diese Tatsache nicht hinwegtäuschen.

Apfelweinverkostung der Wirtshauskelterer 2013 in der Buchscheer

Der letzte Donnerstag im Juni ist seit Jahren der Tag, an dem die sieben handwerklichen Kelterer, die sich in der Gemeinschaft der Hessischen Wirtshauskelterer zusammengeschlossen haben, ein Stelldichein in der Buchscheer geben, dem Apfelweinlokal des selbstkelternden Apfelweinwirts Robert Theobald. Kreationen des Apfelweinsommeliers Michael Stöckl, Odenwälder Sortenreine (Peter Merkel/Armin Treusch), Rhöner Apfelsherry und Apfelweine (Jürgen Krenzer), Frankfurter Charakter-Apfelweine mit Finesse (Robert Theobald/Jürgen Schuch) und flüssige Streuobstwiesen von Willi Arnold aus Homberg-Ohm: ein fröhlicher, genussreicher, lehrreicher Abend mit einer ganz großen Apfelwein-Vielfalt. Ehrengast Hendoc nicht zu vergessen – die letzten 5 Liter des Wildapfel-Apfelweins – was sehr gutes.

Cider Cidre Sidra Saft Most – Verkostung von europäischen Apfel- und Birnenweinen

 

Am Donnerstag, 13.6.2013, verkosten wir ab 19.30 Uhr eine Auswahl europäischer Apfelweine aus Großbritannien, der Schweiz, Österreich, Spanien und Frankreich, ein paar Birnenweine werden auch darunter sein. Dazu reichen wir Kleinigkeiten zum Essen. Es sind noch Plätze frei! Kostenbeitrag pP: 25 EUR. Anmeldung unter 069 90 75 61 00 oder post@apfelweinkontor.de

“Vom Apfel zum Wein” – Jörg Stier stellt neues Buch vor.

 

 

 

 

 

 

 

 

Jörg Stier hat im Kaufhaus Hessen sein neues Buch “Vom Apfel zum Wein” vorgestellt, er hält es in der linken Hand. In der Rechten hält er eine Flasche des neuesten Apfelweins aus der Kelterei Stier, MAIN APFELWEIN, Streuobst mit rund 60% Goldparmäne. Seit Jörg Stier das Kelterhandwerk aufgegeben hat und seine Söhne Marco und Laurin die Kelter- und Kellerarbeit leisten, hat er wieder mehr Zeit, Bücher zu schreiben. Buchbesprechung folgt.

Die Eberesche blüht!

Die Eberesche (Sorbus aucuparia, auch als Vogelbeere bekannt) ist ein Baum, der an vielen Straßenrändern und entlang von Wegen zu finden ist. Sie kann gut 80 Jahre alt werden. Ihre Früchte sind nicht nur nicht giftig, sondern können auch zu schmackhaften Konfitüren etc. verarbeitet werden – falls man schnell genug erntet, bevor die Vögel sich über die Bäume hermachen. Die Bedeutung der Eberesche für die Apfelweinbereitung ist heute recht gering. Wer sie für die Apfelweinbereitung verwenden möchte, kommt mit einer kleinen Menge aus; Jörg Stier, einer der wenigen Kelterer, die die Frucht noch verwenden, wenn nicht der einzige, nennt eine Menge, die in eine Kinderhand passt, ausreichend für 100 Liter Apfelwein. Die gewaschenen Beeren werden direkt in den werdenden Wein gegeben. Damit die Früchte den Apfelwein mit Säuren und Gerbstoffen versehen und ihm damit Rückgrat und Stabilität verleihen können, sollten sie vor dem ersten Frost geerntet werden. Danach bauen sich Säure und Gerbstoffe ab. Aber da die Früchte in der Regel bereits im September reif sind, sollte das kein Problem sein. In Baumschulen kann man heute auch die sogenannte Mährische oder Aroma-Eberesche kaufen (Sorbus aucuparia var. edulis), deren Früchte sollen durch mehr Süße eher zum Verzehr einladen. Auch so mancher Edelbrenner greift für die Herstellung von Ebereschenbränden eher auf diese Variante zurück. Das Blatt der Eberesche ist übrigens auch essbar! Wer es etwas länger kaut, schmeckt bald dessen Süße und das marzipanähnliche Aroma.

Kulinarische Frankfurt-Führungen zum Thema Apfelwein

Unter dem Titel “Vom Reichsapfel zum Apfelwein” bietet der Stadtführer Mikael Horstmann verschiedene kulinarische Stadtführungen durch Frankfurt an.

Wir empfehlen & zitieren von seiner Webseite:

Ja, Frankfurt liegt im Rheingau, weintechnisch gesehen. Aber die Paar Flaschen vom Lohrberg löschen den Durst der Frankfurter nicht. Der Apfelwein ist wie Karl ein wahrer Europäer. Und Frankfurt ist die European Cider Capital.

Ein zweieinhalbstündiger Spaziergang, der eine Apfelweinverkostung mit einschließt.

Preis: 20 Euro pro Person (12 Euro für die Führung, 8 Euro für Verkostungen)
Maximal 8 Teilnehmer.
Dauer: Spaziergang 2,5 Stunden, inklusive Verkostung
Sprache: Deutsch
Startpunkt: Wendelsplatz, Straßenecke Kranichsteiner Straße / Darmstädter Landstraße (am Carolus-Brunnen)
Stadtteile: Sachsenhausen, Altstadt

Der nächste Termin für die Apfelwein-Führung durch Frankfurt ist Samstag, der 15.6.2013, 15 uhr. Weitere Informationen und Buchung hier.