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Annelsbacher Apfelweintag 2012

Im letzten Jahr ausgefallen &  sehnsüchtig vermisst, aber jetzt steht er wieder vor der Tür: Der Apfelweintag in Annelsbach, bei Carola und Peter Merkel im Dornröschen in Höchst-Annelsbach, Odw. TERMIN 28.2.2012

Der Apfelweintag richtet sich an Fachleute und interessierte Amateure, es gibt reichlich Progamm und zwar dieses:

13 Uhr: Begrüßung der Teilnehmer, Beginn des Symposiums

13:15 Uhr:     Impulsreferate der Hessischen Wirtshauskelterer

Impulsive Themen – kurz und knackig interpretiert:

  • Apfelwein vorgestern
  • Apfelwein-Wein
  • Apfelwein-Koch
  • Apfelwein Glasklar
  • Apfelwein übermorgen

Ca. 14:30 Uhr: „Tour de Bembel“ – 600 Kilometer mit Rad und Bembel von einem Wirtshauskelterer zum andern

Stephan Siemon & Andrea Euler stellen nicht nur ihr dazu erschienenes Buch vor, sondern berichten auch von ihren neuen Touren-Plänen und Geschichten hinter der Geschichte.

Ca. 15:45 Uhr Zeit zur Apfelpause-

Zwickelprobe im Apfelweinkeller / Frischluftpause mit Kaffee & Kuchen / Raucherpause

Ca.  16:15 Uhr:  Themenvielfalt für nachhaltige Mittelstands-PR richtig nutzen

Ingrid Schick, Büro für Kommunikation: „Presserelevanten Themen liegen auf der Straße!“

Ca.  16:45 Special Guest:  David Llewellyn, Irland   www.fruitandvine.com

… ein impulsives Statement vom irischen Apfelweinmacher

Ca. 17:15 Uhr: Moderierte Apfelweinkommentierung mit den hessischen Wirtshauskelterern.

Apfelweinsommelier Michael Stöckl mit Apfelwinzern und deren Apfelweine im Gespräch.

 18:15 Uhr Offene Apfelweinverkostung aller bereitgestellten Produkte

Im Anschluss findet ab 19 Uhr der gemütliche Apfelweinabend mit „Äbbelgebabbel“ statt. Dazu servieren wir leckere Hessen-Snacks. Kostenbeitrag: 20 Euro.

 

Hier Anmelden und weitere Informationen über Kosten &c.: Odenwald-Gasthaus Dornrös’chen, Annelsbacher Tal 43, 64739 Höchst-Annelsbach i. Odw., Tel.: 06163-2484   Fax: 06163-1787 , Familie Merkel.  email: dornroeschen-annelsbach@t-online.de

Der Annelsbacher Apfelweintag 2010 – Ein Fazit.

Es wurde viel gesprochen in Annelsbach in diesem Jahr. Wenig diskutiert, kaum kontrovers, so gut wie gar nicht geschimpft. Man war auf konstruktives Miteinander aus. In vielen Fragen waren Groß und Klein sich einig. Gegenseitige Wertschätzung allenthalben. Dort, wo kleine Keltereien sich regelmäßig mit den großen Betrieben in den Haaren hatten, gab es in diesem Jahr nur eines: weitgehenden Konsens. Und das ist ja auch gut.

Es wurde also viel gesprochen. Über Vielfalt. Über Image. Über Qualität. Die Vielfalt haben wir mittlerweile, da kommt kein anderes Land mit. Wo gibt es auf so wenig Platz eine so reichhaltige Palette von Apfelweinen wie in Hessen? Am Image wird gewerkelt. Diverse Keltereien setzen auf milde Apfelweine, stattliche & elegante Ausstattungen, Premiumschaumweine etc fürs Sortiment. Das kommt an und funktioniert auch gut. Trotzdem ist das staubige Image eine harte Nuss, es wird seine Zeit dauern, sie zu knacken. Falls es klappt. Das größte Problem: Die Qualität. Verkostungen ergeben regelmäßig, dass kleine wie große Kelterein Qualitätsprobleme haben. Natürlich bei weitem nicht alle, aber dennoch zu viele. Hefeböxer, Essigstich und andere Gärfehler sind bei weitem nicht die Domäne kleiner Keltereien. Das bringen in erstaunlicher Kontinuität auch die Großen hin. Offenbar schützen ein Studium der Getränketechnologie, das Abgucken der Kellertechnik der Winzer und andere profunde Wege der Wissensaneignung nicht davor im Apfelweinkeller kapitale Fehler zu machen. Es ist hohe Zeit für eine ehrliche Debatte über mangelhafte Qualität. Denn die prägt – vor allem anderen – das Image, mit dem die Branche zurecht kommen muss. Vielfalt gibt es genug, jetzt muss um Qualität gerungen werden.