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Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, aber er fällt.

Von vielen, gerade kleineren, Apfelbäumen sind in den Monaten Mai und Juni ordentliche Teile des Behangs heruntergefallen. Vielleicht liegt es an der Trockenheit, die wir im Frühjahr hatten. Gerade unsere kleinen Bäume, Berlepsch, Ananasrenette, Zuchalmagliorenette, Topaz und Bohnapfel – alle zwischen drei und sechs Jahren alt, haben jede Menge Äpfel fallen lassen. Auch die reichliche Gabe von Wasser mittels Gießkanne hat nicht viel geholfen. Gut, dass die restlichen Äpfel nun hängen bleiben.

Der große Boskoopbaum und der alte Golden Deliciousbaum haben so gut wie alle Äpfel behalten und haben nach wie vor eine große Behangdichte, so sagt´s der Apfelfachmann. Vielleicht liegt es am zweifellos größeren Wurzelgeflecht, das den alten Baum besser mit Wasser aus dem Boden versorgen kann.

Dass die Äpfel vom Baum fallen, ist übrigens gar nicht schlimm – so lang am Ende noch eine ausreichende Ernte dranhängt. Der Apfelbaum ist nicht dumm. Wenn das Wasser im Boden nicht reicht, um die komplette Ernte zu versorgen, schmeißt er einen Teil der Ernte ab, um den anderen Teil optimal versorgen zu können.

Die Äpfel, die am Baum bleiben, bekommen nun von allem mehr ab. Also auch mehr Aromen. Wenn im Juli noch immer zu viele (mehr als zwei) Äpfel pro Fruchtansatz hängen, kann man übrigens nachhelfen und selbst dafür sorgen, dass nicht zu viele Äpfel am Baum hängen: Einfach den mittleren von drei Äpfel oder den am schwächsten Entwickelten abknipsen.

Diese Ertragsregulierung macht natürlich nur dann Sinn, wenn man möglichst hocharomatisches Obst ernten möchte, entweder für den Apfelwein oder für den Frischverzehr. Und wenn nicht nur 10 Äpfel am Baum hängen. Und am Hochstamm geht es sowieso nicht.

Wir haben übrigens Apfelweinmixgetränke hessischer Keltereien versucht. Demnächst mehr dazu hier.