Schlagwort-Archiv: Apfelwein verkosten

Sie interessieren sich für eine Apfelweinprobe in Frankfurt?

Wir richten gern eine Apfelweinverkostung für Sie und Ihre Gäste aus. Entweder für Gruppen bis etwa 20 Personen bei uns im Laden (Apfelweinkontor, Wallstraße 13, Frankfurt-Sachsenhausen) oder in einer externen Räumlichkeit (für größere Gruppen). Im Lauf der Verkostung probieren Sie ausgewählte Apfelweine, die die große Vielfalt der hessischen Apfelweine aufzeigen: Vom einfachen, aber schmackhaften Hausschoppen über sortenreine Apfelweine bis zu Apfelsekten gibt es in unserer Region ein breites Spektrum großartiger Produkte. Bei der Ausrichtung der Verkostung gehen wir auch gern auf Ihre Wünsche ein. Brot und Wasser inklusive, auf Wunsch reichen wir auch gern Kleinigkeiten zum Essen. Wenn Sie Interesse an einer Apfelweinverkostung haben, schreiben Sie uns einfach eine Nachricht oder rufen Sie uns an: 069 – 90 75 61 00.

Internationale Apfelweinwochen in der Landsteiner Mühle

Michael Stöckl, Apfelweinaktivist &  Patron des Restaurants Landsteiner Mühle in Weilrod im Taunus, eröffnet das Jahr mit einer sehr interessanten Veranstaltungsreihe: den internationalen Apfelweinprobierwochen. Die Reihe widmet sich der “Welt des Apfelweins”, und so hält der Patron Apfelweine unter anderem aus Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Nord-, Ostdeutschland und anderen deutschen Regionen und aus dem englischsprachigen Raum und Frankreich vor. Stöckl ist gelernter Sommelier, kennt sich bestens mit Apfelweinen aus und hat daher die jeweiligen Apfelweine auf bestimmte Speisen abgestimmt. Den Anfang der Veranstaltungsreihe machen Frankfurter Apfelweine. Seit Montag, 09.01. und noch bis Sonntag, 15.09., lockt die Landsteiner Mühle mit folgendem Probiermahl:

Variation vom Handkäs
Handkäs-Tatar · Handkäs-Salat · Handkäs-Süppchen: Bohnapfel mit Jonagold 2010 · Kelterei Nöll · Griesheim

Praunheimer Staudenselleriekuchen: Wein aus Äpfeln 2010 · Apfelweinkontor · Sachsenhausen

Gesottener Tafelspitz mit Meerrettichsoße nebst Spitzkohl und Pellmännern: Apfelwein mit Quitten 2010 · Jürgen Schuch · Praunheim

Frankfurter Pudding mit Bischofssoße: Wildlinge auf Löss 2010 · Andreas Schneider · Nieder-Erlenbach

Vom 16.01. bis zum 22.01. stehen dann hessische Apfelweine plus korrespondierender Speisen auf der Karte, alle weiteren Veranstaltungen und nützliche Informationen finden Sie hier. Wir empfehlen! Hier gehts zur Tischreservierung.

Die Veranstaltungsreihe findet ihren Abschluss am 17.3., einen Tag vor der großen Apfelweinschau Apfelwein im Römer.

 

Der 2010er-Jahrgang der Hessischen Wirtshauskelterer

Wenn man so will, war der inoffizielle Beginn der Apfelweinsaison 2011 bereits im letzten November. Damals präsentierten die 7 Betriebe der Hessischen Wirtshauskelterer ihre “Neuen Hessen” im Frankfurter Apfelweinlokal “Zur Buchscheer”: die jungen Apfelweine des 2010er Jahrgangs, neu, ungestüm, rauh, überaschend fertig, frisch, vorübergehend in der Gärung stecken geblieben – vieles war dabei, man konnte einiges erschmecken an diesen jungen Weinen, man konnte sozusagen das volle (hessische) Apfelwein-Spektrum am Beispiel dieser Jungweine erkunden. Und man konnte anhand dieser ersten Proben einiges über das Selbstverständnis der Kelterer erfahren, über deren Herstellungsweise der Apfelweine und Herangehen an den Most. Jetzt, pünktlich zum Beginn der schönen Jahreszeit, haben die Hessischen Wirtshauskelterer zur Verkostung der fertigen Apfelweine des 2010er-Jahrgangs gebeten – an den selben Ort der Präsentation der jungen Weine. Wobei: Fertige Apfelweine gab es in diesem Jahr nicht an jedem Stand. Armin Treusch (Treuschs Schwanen, Reichelsheim im Odenwald) hatte seine gesamte Produktion noch nicht gefüllt, was wohl eine weitere Veränderung der in Tanks gelagerten Apfelweine zur Folge haben wird, Willi Arnold (Hainmühle, Homberg/Ohm) hatte seine Apfelweine, die er ohnehin das ganze Jahr über größtenteils in Tanks im kalten Keller lagert, in 5 Liter-Cubitainers abgefüllt. Desgleichen Robert Theobald (Buchscheer).

Leute im Gespräch.

Apfelweinverkostung im Apfelweinlokal “Zur Buchscheer”

Willi Arnold, Herr der trockenen Apfelweine mit herrlicher Säure.

Willi Arnold, Herr der trockenen Apfelweine mit herrlicher Säure. (Foto: Hessische Wirtshauskelterer)

 

Am kommenden Donnerstag, 19.5.2011, findet ab 19 Uhr in der Buchscheer in Frankfurt-Sachsenhausen wie jedes Jahr im Mai eine Verkostung verschiedener Apfelweine der Hessischen Wirtshauskelterer statt. 7 Kelterer präsentieren den 2010er Jahrgang und erklären ihre Apfelweine und Spezialitäten. Ein lohnender Termin für jeden, der sich etwas eingehender mit der Materie befassen will. Auch mit dabei: Willi Arnold aus der Hainmühle in Homberg/Ohm (Foto), der uns mit seinen Charakterapfelweinen jedes Jahr auf´s Neue begeistert. Außerdem dabei: Robert Theobald (Buchscheer) und Jürgen Schuch (Schuchs Restaurant) aus Frankfurt, Jürgen Krenzer aus der Schaukelterei in Seiferts in der Rhön, Michael Stöckl aus der Landsteiner Mühle im Taunus, Armin Treusch (Treuschs Schwanen) und Peter Merkel (Gasthof Dornröschen) aus dem Odenwald. Eintritt: 12 EUR

Stell Dir vor es ist ein Nationalgetränk und keiner geht hin

Wir sind immer noch und jedes Mal aufs Neue total erstaunt, wie wenig die Leute im Stammland, in der Mutterstadt des Apfelweins, über den Apfelwein wissen. Im Lauf des Jahres haben wir einige öffentliche Apfelweinverkostungen durchgeführt, im großen, wie im kleinen Rahmen, bei denen wir natürlich nicht nur den für die traditionelle Apfelweinbereitung typischen, knochentrockenen, durchgegorenen, mitunter kräftige Säure führenden Standardschoppen im Gepäck hatten, sondern auch Halbtrockenes, Sortenreines, kräftig adstringierendes, perlendes-schäumendes, mit Sherryhefen versetzes, etc pp. Und obwohl kleinere Keltereien wie die von Schneider, Stier, Schuch und andere für die große Vielfalt sorgen und auch, wenn mancher schon mal die trinkenswerten Apfelsekte von Nöll oder Possmann getrunken hat:

Die Hessen kennen Ihren Apfelwein nicht und haben keine Ahnung davon, was man damit und daraus machen kann. Die erste Reaktion ist oft genug Verblüffung.

Und wenn wir den Teilnehmern dann auch noch nicht das Gerippte in die Hand drücken, sondern ein sich nach oben verjüngendes Degustations- oder wenigstens ein Weißweinglas, in dem sich die Aromen des Apfelweines selbstverständlich ganz anders mitteilen, als im nach oben sich weitenden traditionellen Apfelweinglas, haben wir die Lacher ungewollt auf unserer Seite. Der Acker ist noch lang nicht bestellt. Das mit den unterschiedlichen Gläsern kann man schnell zuhause selbst ausprobieren. Man nehme ein Geripptes und ein Weißweinglas mit Stiel, das nach oben etwas enger wird, kaufe sich einen Apfelwein oder 2 oder 3 (und das müssen keine teureren Manufakturapfelweine sein, handelsüblicher Markenapfelwein tut es vollkommen und es gibt sehr gute) und lerne kennen, was ein Glas mit einem Wein anstellt. In jedes Glas einen Schluck, vergleichen.

Einen Weißwein trinken wir doch auch nicht aus dem Wasserglas. Zumindest nicht, wenn wir ihn kennen lernen wollen. Mehr zur Verkostung bald.