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Obsthof am Steinberg – 2012er-Goldparmäne mit Weinbirne

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“Ein sortenreiner Apfel-Birnen-Cidre aus historischen Sorten” – das klingt schon mal! Der Duft ist der reifster Äpfel, spät im Jahr geerntet. Bei der Goldparmäne heißt das nicht vor Mitte, vielleicht Ende Oktober. Dann ist es womöglich schmuddeliggrauregnerisch und keine ungetrübte Freude, im Schietwetter Äpfel aufzulesen oder von Hand von den Ästen zu pflücken. Dennoch erinnert irgend etwas am Duft dieses Apfelweines auch an den Geruch kühler, feuchter Steine im Schatten an einem heißen, trockenen Tag im Sommer – diese Goldparmäne zeigt sich als ebenso hell und klar. Feine, kleine Bläschen (zugefügte Kohlensäure) steigen auf – im Mund stellen sie sich als überaus angenehmes, die Eleganz dieses Apfelweines prägendes Mousseux dar. Wie so oft bei Apfelweinen aus dieser Produktion geht auch bei dieser Goldparmäne eine frische, junge Süße mit tief aromatischen Eindrücken einher, begleitet von einer anspringenden, frischen Säure – im Letzten hinterlässt hier wohl die Weinbirne ihre Spuren. Genauso wie in den Gerbstoffen, die in fein austarierter Form auftreten: Sie präsentieren sich als weiteres Element und als Gegenpart zur Fruchtsüße in der Form einer sehr erfrischenden, sehr leichten Bitternis.

Ein interessanter, vielschichtiger Apfelwein, der Eleganz und Kraft in sich vereint. Er hat 7 vol%, ist also fast trocken durchgegoren. Dennoch weist er eine überraschende Fruchtsüße auf, die so bei einem Apfelwein mit diesem Alkoholgehalt nicht unbedingt zu erwarten ist.

Hersteller: Obsthof am Steinberg, Andreas Schneider, 0,75 l