Wenn man so will, war der inoffizielle Beginn der Apfelweinsaison 2011 bereits im letzten November. Damals präsentierten die 7 Betriebe der Hessischen Wirtshauskelterer ihre “Neuen Hessen” im Frankfurter Apfelweinlokal “Zur Buchscheer”: die jungen Apfelweine des 2010er Jahrgangs, neu, ungestüm, rauh, überaschend fertig, frisch, vorübergehend in der Gärung stecken geblieben – vieles war dabei, man konnte einiges erschmecken an diesen jungen Weinen, man konnte sozusagen das volle (hessische) Apfelwein-Spektrum am Beispiel dieser Jungweine erkunden. Und man konnte anhand dieser ersten Proben einiges über das Selbstverständnis der Kelterer erfahren, über deren Herstellungsweise der Apfelweine und Herangehen an den Most. Jetzt, pünktlich zum Beginn der schönen Jahreszeit, haben die Hessischen Wirtshauskelterer zur Verkostung der fertigen Apfelweine des 2010er-Jahrgangs gebeten – an den selben Ort der Präsentation der jungen Weine. Wobei: Fertige Apfelweine gab es in diesem Jahr nicht an jedem Stand. Armin Treusch (Treuschs Schwanen, Reichelsheim im Odenwald) hatte seine gesamte Produktion noch nicht gefüllt, was wohl eine weitere Veränderung der in Tanks gelagerten Apfelweine zur Folge haben wird, Willi Arnold (Hainmühle, Homberg/Ohm) hatte seine Apfelweine, die er ohnehin das ganze Jahr über größtenteils in Tanks im kalten Keller lagert, in 5 Liter-Cubitainers abgefüllt. Desgleichen Robert Theobald (Buchscheer).
… bei der Frankfurter Apfelweintour und der Apfelweinverführung der hessischen Wirthshauskelterer!
Wie wir schon hier angekündigt haben, findet am Donnerstag, 28.4.2011 die von uns, dem apfelweinblog.de, organisierte Frankfurter Apfelweintour statt. Es erwarten Euch 7 unterschiedliche Apfelweine aus unserer Region, den selbstgemachten Hausschoppen von Wolfgang Dauth und interessante Hintergrundinformationen und Geschichten.

Spass gemacht hat es und viele nette Kontakt sind zustande gekommen. Über 1000 Besucher bestehend aus Apfelweininteressierten, Offiziellen, Enthusiasten, Journalisten und Brenner, Verleger, Senfmacher, Pralinenhersteller, Essigproduzenten, Pommologen, Caterer, Gastronomen und über 50 Kelterern mit Ihren Teams waren gekommen um an der 3. Jahrgangspräsentation teilzunehmen. Viele interessante Apfelwein, Schaumwein, Seccos, Brände aus 8 verschiedenen Ländern konnten wir probieren und werden bald darüber berichten. Vielen Dank an die Herrn … äähh… Veranstalter. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr, wenn am 18. März 2012 die AIR Nr. 4 stattfindet.
Eine tolle Veranstaltung der Hessischen Wirtshauskelterer im Apfelweinlokal “Zur Buchscheer” war das heute am Vormittag. 7 Kelterer präsentieren 10 junge Weine des Jahres und liefern eine breite Palette unterschiedlicher Aromen und Philosophien. Verkostungsnotizen folgen asap. (Gemacht. Siehe “Die jungen 2010er-Apfelweine der Hessischen Wirtshauskelterer”)
Wer bei tegut durch die Getränkeregale streift wird unter anderem auch Öko-Apfelwein der Kelterei Elm finden. Die in Flieden (Rhön) ansässige Kelterei ist vor allem auf Biosäfte spezialisiert und füllt seit 2005 den gemeinsam von allen Hessischen Wirtshaus Kelterern hergestellten Bio-Apfelwein “Kult-Apfel” ab.
Auszug Beschreibung der Partner / Hessische Wirtshaus Kelterer:
“Es entspricht der Firmenphilosophie von Elm, möglichst regionale Rohstoffe mit biologischer Qualität zu verarbeiten. Zu diesem Zweck werden zunehmend die regionalen Erzeuger motiviert, ihre Flächen bio-zertifizieren zu lassen um damit vor allem den Streuobstwiesen die Wertschöpfung zu ermöglichen, die ihnen im Grunde genommen auch zukommen müsste.”
Bei tegut gibt es den Öko-Apfelwein zu 1,75 EUR, sowie einen milden und trockenen Cider zu je 1,99 EUR.
Soweit uns bekannt ist, sind die Weine und Säfte der Kelterei Elm in allen tegut-Filialen im Sortiment.
Hier können Sie nach Filialen in Ihrer Nähe suchen: Marktliste
Kelterei ELM GmbH Harald und Petra Elm Am Weiher 7, 36103 Flieden Tel. 06655 / 9800 Fax. 06655 / 98046 E-Mail: info@kelterei-elm.de Web: www.kelterei-elm.de
Die Hessischen Wirtshauskelterer sind eine kleine, aber wackere Vereinigung von selbstkelternden Apfelweinwirten. Ihre Betriebe sind sozusagen in ganz Hessen verstreut. Ob gemeinsam in den in loser Reihenfolge über das Jahr verteilten Veranstaltungen – öffentliche Verkostungen, Menues mit korrespondierenden Apfelweinen aus den jeweiligen Betrieben – oder jeder der kelternden Wirte für sich durch Apfelweinabende, Schaukeltern oder den alltäglichen Dienst in der Wirtschaft: Die Wirtshauskelterer mühen sich redlich und erfolgreich, Aufmerksamkeit für den Apfelwein zu erzeugen, die Vielfalt aufzuzeigen, das Apfelweinselbermachen zu zeigen. Die Vereinigung hat so manche brancheninterne Debatte angeregt, etwa über die Art der Apfelweinbereitung oder den Umgang mit heimischen Baumäckern.
Der Slogan der selbstkelternden Gastronomen “Apfelwein geht auch anders” definiert deren eigenen Qualitätsanspruch und drückt die Distanz zu den Produkten der landauf und landab bekannten Markenapfelweine der großen Keltereien aus. Aber: Wer Qualität und Transparenz bei anderen fordert, sollte ein gutes Beispiel abgeben, dachten die Wirtshauskelterer. Wer mit Steinen wirft, sollte aufpassen, dass er nicht im Glashaus sitzt. Irgendwann musste eine Qualitätsoffensive her, denn in den sieben Betrieben wurde bislang auch nicht immer nur fehlerfreier Apfelwein von bester Qualität ausgeschenkt und in die Flasche gefüllt. Und einfach nur selbst keltern – das kann ja noch nicht genug Gegenentwurf zu den Produkten der großen Keltereien sein. Es muss auch was Vernünftiges dabei herauskommen.
Die Wirtshauskelterer begannen also eine Diskussion darüber, wie man zuverlässig gleichbleibende Qualität erreichen könne. Es wurde überlegt, wie Apfelweine in gleichbleibender Qualität und ohne nachträgliche Beeinträchtigungen in Flaschen zu füllen seien. Ihre neue ‘Apfelweinedition’ wurde auf dem Weingut Mengel-Eppelmann vom dortigen Kellermeister Jörg Eppelmann industriell filtriert, geschwefelt und steril abgefüllt. Zu guter Letzt wurden sie chemisch analysiert. Eine derartig umfassende Behandlung erfahren diese Weine sonst nicht, muss auch nicht unbedingt sein. Was uns besonders freut: Die Wirtshauskelterer haben die Idee aus unserem Buch “Hessens Apfelweine” aufgegriffen, Weine durch nachvollziehbare Analysewerte zu charakterisieren: Neben der gesetzlich vorgegebenen Alkoholangabe (%vol) finden wir Restzucker (g/l), Gesamtsäure (g/l) und Gesamtphenole (mg/l) auf den Rückenetiketten der jeweiligen Weine. So kann sich der, der sich ein bisschen auskennt und sich dafür interessiert, bereits vor dem Probieren einen Eindruck des Apfelweins verschaffen. Transparenz & Kundeninformation – das ist vorbildlich.
Die internationale Apfelweinmesse “Sicer” im nordspanischen Gijon gehört bereits jetzt, obwohl sie erst zwei mal stattgefunden hat, zu den wichtigen Branchentreffs. Kelterer, die von dieser Veranstaltungen berichten, gebrauchen oft Superlative. Und wir können uns auch erklären, woher die Begeisterung dafür kommt: Rund 60 Hersteller aus aller Welt stellen Ihre Produkte aus. Apfelweinmacher aus Spanien, Russland, Deutschland, Argentinien, Kanada, Mexiko, Frankreich, England und der Schweiz präsentieren die Facetten weltweiter Apfelweinproduktion.
Unter all diesen Herstellern von Apfelstill- und -schaumweinen haben zwei Kelterer aus Hessen mit Ihren Produkten schöne Erfolge feiern können. Jürgen Krenzers 2004er trockener Apfelsherry aus dem schottischen Whiskeyfass ist zur originellsten Spezialität der Messe gekürt worden – und das gegen Konkurrenzprodukte etwa von “Domaine Pinnacle” und “La Face Cachee” (beides kanadische Ice-Cider), Jörg Geiger und dem normannischen Edelkelterer Earl Eric Bordelet. Das sind gewichtige Konkurrenten. Und die Entscheidung zu Gunsten des Rhöner Apfelsherrys ist vollkommen richtig. Krenzer hat sich durch jahrelange Experimente mit dieser Spielart des Apfelweins zum kenntnisreichen Produzenten hochwertiger Sherrys aus Äpfeln entwickelt. Probieren lohnt. Der zweite Hesse, der in Gijon reüssieren konnte, ist Armin Treusch. Wie Krenzers Apfelsherry landete dessen 2008er Reichelsheimer Weinapfel unter den besten 12 Apfelweinprodukten der Veranstaltung. Bei insgesamt mehr als 300 Obstweinspezialitäten, die in Gijon ausgestellt wurden, ein toller Erfolg.
Betrachtet man die Liste der Aussteller, kommt man nicht umhin festzustellen, dass die hessische Apfelweinbranche von kleinen und kleinsten Keltereien verteten wird. Dagegen ist an sich nichts einzuwenden, nur: Repräsentativ für Hessens Apfelweinproduktion sind diese Betriebe eher nicht. Schon alleine der geringen Mengen wegen, die in den Betrieben in aller Regel hergestellt werden. Wo sind die großen Vertreter der Zunft? Schade, dass zum Beispiel die Keltereien Rapp´s, Possmann und Heil die internationale Apfelweinmesse nicht nutzen, um sich mit Ihren Produkten zu präsentieren. Schon durch die hergestellten Mengen und die Ausrichtung auf den konventionellen, typisch hessischen Apfelweintyp sind sie prädestinierte Stellvertreter für den “Hessischen Apfelwein” und dessen internationale Repräsentation sollte selbstverständlich sein.
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