Schlagwort-Archiv: Obsthof am Steinberg

Andreas Schneider in der Zeitung, Johanna Höhl im Radio

Schneider Faz Zwei Protagonisten der hessischen Apfelweinkeltereien-Branche waren am Wochenende in den Medien vertreten. Andreas Schneider vom Obsthof am Steinberg hat der FAZ ein Interview über seine Arbeit mit historischen Apfelsorten gegeben, Johanna Höhl, Chefin der gleichnamigen Kelterei war zu Gast in hr1-talk, einer Radio-Gesprächssendung des Hessischen Rundfunks.

Obsthof am Steinberg – 2012er-Goldparmäne mit Weinbirne

goldp

 

 

 

 

 

 

“Ein sortenreiner Apfel-Birnen-Cidre aus historischen Sorten” – das klingt schon mal! Der Duft ist der reifster Äpfel, spät im Jahr geerntet. Bei der Goldparmäne heißt das nicht vor Mitte, vielleicht Ende Oktober. Dann ist es womöglich schmuddeliggrauregnerisch und keine ungetrübte Freude, im Schietwetter Äpfel aufzulesen oder von Hand von den Ästen zu pflücken. Dennoch erinnert irgend etwas am Duft dieses Apfelweines auch an den Geruch kühler, feuchter Steine im Schatten an einem heißen, trockenen Tag im Sommer – diese Goldparmäne zeigt sich als ebenso hell und klar. Feine, kleine Bläschen (zugefügte Kohlensäure) steigen auf – im Mund stellen sie sich als überaus angenehmes, die Eleganz dieses Apfelweines prägendes Mousseux dar. Wie so oft bei Apfelweinen aus dieser Produktion geht auch bei dieser Goldparmäne eine frische, junge Süße mit tief aromatischen Eindrücken einher, begleitet von einer anspringenden, frischen Säure – im Letzten hinterlässt hier wohl die Weinbirne ihre Spuren. Genauso wie in den Gerbstoffen, die in fein austarierter Form auftreten: Sie präsentieren sich als weiteres Element und als Gegenpart zur Fruchtsüße in der Form einer sehr erfrischenden, sehr leichten Bitternis.

Ein interessanter, vielschichtiger Apfelwein, der Eleganz und Kraft in sich vereint. Er hat 7 vol%, ist also fast trocken durchgegoren. Dennoch weist er eine überraschende Fruchtsüße auf, die so bei einem Apfelwein mit diesem Alkoholgehalt nicht unbedingt zu erwarten ist.

Hersteller: Obsthof am Steinberg, Andreas Schneider, 0,75 l

Fremde Federn, Teil 3: Keltern bis der Winter kommt. Von Andreas Schneider

Keltern bis der Winter kommt! Das Jahr 2010 hatte es wirklich in sich! Das Frühjahr frostig, dass die Blüten gefroren. Der Sommer launisch, dass so kein rechtes Hoch aufkam und der Herbst klammheimlich … bis der Winter mit voller Kraft hereinbrach! Ja, das ist „Werkstatt unter freiem Himmel“)))Und so liebe ich`s aach! Den Jahreszeiten nun zum Werden und Wachsen freigesetzt, reift unser Stöffche auch „unter Schnee“ recht schee)))

Ihr glaubt`s net? Na dann meldet Euch an und schaut rein an unserer Jungweinprobe am 26.02.2011 um 14:00 Uhr und überzeugt Euch selbst! „8 Rohe Diamanten“ vom Fass funkeln im Glas! Zusätzlich gibt es Stockbrot, Bratwurst vom Holzgrill und würzig-duftendes Käseraclette))) Und wem die Zeit zu lang erscheint, der kann gerne Wochenends von 11:00 bis 18:00 Uhr nach einer winterlichen Wanderung durch die schöne, wildromantische Nieder-Erlenbacher Gemarkung auf ein heißes Glas Ebbelwei einkehren. Am traditionellen Neujahrstag geht der „Erste“ auf`s Haus und wer weiß … vielleicht geb` ich am End` noch einen aus … mit dem Schläuchelche vom Fass … weil`s mir so gut gefällt))))

Andreas Schneider bewirtschaftet im Frankfurter Stadtteil Nieder-Erlenbach den Obsthof am Steinberg. Auf rund 13 Hektar baut er über 160 verschiedene Obst- und Gemüsesorten an. Auch etwa 60 Apfelsorten werden dort angebaut und teilweise zum Frischverzehr und als Saft angeboten, teilweise zu Apfelweinen ausgebaut. Mit diesem Text beteiligt er sich an unserer losen Reihe fremde Federn, die wir zumindest noch bis Ende 2010 laufen lassen.