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Samuel Trabanco schenkt ein

Brachte ein bisschen Sidra-Hochkultur ins Comedor im MyZeil. Samuel Trabanco schenkt ein. Wer das mal sehen & probieren will: Sonntag, Römerhallen, Apfelwein im Römer.

Von Frankfurt nach Gijon

Apfelwein ist ein Getränk, dass in vielen Teilen der Welt hergestellt und getrunken wird. Überall haben sich im Lauf der Zeit eigene Traditionen herausgebildet, die leidenschaftlich gepflegt werden, für die gestritten und gekämpft wird. In Frankfurt haben wir etwa die Bembel und die Gerippten &c, in der Bretagne ist es die Bol für den Cidre, und die Briten, etwa in Somerset, kennen neben vielem anderen den druidischen Apfelbaumsegen Wassail.  In der jeweiligen Kultur – auch der kulinarischen – , die sich um Apfelwein, Cidre, Cider und co ausgebildet hat, zeigt sich die Vielfalt Europas, seine Einigkeit wie seine schönen regionalen Eigenheiten.

Eine sehr reizvolle Apfelweinkultur konnten wir just während unserer Reise nach Asturien in Nordspanien kennen lernen. Die dortige Apfelweinhauptstadt heißt Gijon, sie liegt am Atlantik, ist eine richtige Perle, und weist derart viele Apfelweinwirtschaften auf (rund 300!), dass wir dort nur neidvoll hinblicken können. Apfelwein heißt dort Sidra, ist weiblich, die entsprechenden Wirtschaften heißen Sidreria, und es ist bei weitem nicht so, dass es nur eine Handvoll Keltereien gäbe, die diese belieferten: Etwa 26 Keltereien sind es in Gijon und Umgebung, etwa 100 Keltereien sind es (die größten sind Trabanco und el Gaitero), die in Asturien Äpfel pressen, gären lassen und in der Regel die einfache, aber zumeist köstliche Sidra Natural daraus machen. Andere asturische Städte, die eine große Bedeutung für die Sidra haben, sind Villaviciosa und Nava.